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#9 Zuggespräche (eine zweite Kurzgeschichte)

#9 ZUGGESPRÄCHE
Sie räkelt sich auf Ihrem Sitz, schaut abwechselnd auf Ihr Handy oder mich an. Zu gerne würde ich wissen, was Ihre Geschichte ist...
Ich bin auf dem Weg zum Flughafen, müde,  erschöpft und gleichzeitig aufgeladen. Drei Tage Seminar liegen hinter mir. Vor fünf Minuten ist Sie zugestiegen. Der Zug ist sehr voll und Sie hat mich gefragt ob der Sitzplatz gegenüber noch frei ist. War er. Meine Tasche braucht natürlich keinen eigenen Sitzplatz. Und nun sitzt Sie mir direkt gegenüber.
Und ich betrachte Sie mit innerlicher Neugier. Eine Neugier, die mir selber komisch und merkwürdig vorkommt. Will ja auch nicht gaffen oder merkwürdig sein. Aber Sie hat auch zwei, vielleicht drei mal rüber geschaut. Definitiv hat Sie auf meinen Unterarm geschaut. Dort habe ich seit neuestem ein Tattoo.
Ich kämpfe innerlich mit mir. Bin kein Meister des Small-Talks, bzw. halte mich für Keinen, geschweige denn für einen Charmeur, der mit fremden Frauen ins Gespräch kommt, egal mit oder ohne Hinter…

#8 Einfach mal eine Rede schreiben, (und halten).

In meinem Blog Eintrag #1 Neujahrsvorsätze ging es ja um die Komfortzone. Und einer meiner Aufgaben, die ich mir selber auferlegt habe , ist das schreiben und halten einer Rede. Dieser Prozess ist nun abgeschlossen. Die Rede steht, und ich übe diese gerade ein.
Worüber ich aber heute schreiben möchte, ist der Prozess. Der Prozess der dazu führt eine fertige Rede in den Händen zu halten. Ich behaupte, dass der Prozess sogar im Vordergrund steht. (Vielleicht nicht für Speaker, die damit ihr Geld verdienen wollen) Denn er setzt eine sehr intensive Auseinandersetzung mit sich und seiner Umwelt voraus und in Gang. Er kultiviert eines der mächtigsten und effektivsten Werkzeuge. Das Fragen stellen. Denn um zum Ergebnis zu kommen, habe ich mir viele Fragen gestellt.
Am Anfang stand die Frage nach einem Oberthema, dem Rahmen. Aus meinen Erfahrungen der letzten Monate, war der Rahmen schnell gefunden. Es sollte um Persönlichkeitsentwicklung, Mut, Firmenkultur, Auslöser für Entwicklung und welche…

#7 Encavis, ein Rückblick

Genau eine Woche ist es jetzt her, dass ich meinen letzten Tag bei Encavis hatte. Und ich muss zugeben, dass es schon ein komisches Gefühl war Nachmittags aus der Tür zu gehen. Komisch, weil nach  6 ½ Jahren nicht weniger als eine sehr bewegende, herausfordernde und lehrreiche Zeit endete. Eine Zeit, die sich wie eine Reise angefühlt hat. 
Zeit für einen kleinen Rückblick:
Bereits der Einstieg bei CapitalStage (das war der damalige Firmenname) war ziemlich kurios. Bis zum Telefonat mit der Zusage bin ich davon ausgegangen, dass wir im Vorstellungsgespräch  über einen Posten als Investment Manager gesprochen haben. Die Zusage habe ich dann für den Job des Controllers bekommen. Da war ich ziemlich überrascht. 
Am 1.10.2012 ging es dann los in der Hamburger Innenstadt an der Adresse Brodtschrangen 4. Der kaufmännische Bereich bestand aus 3 Mitarbeitern. Eine kaufmännische Leiterin, ein Buchhalter und der neue Controller, ich. 
Der folgende Jahresabschluss hat uns dann bereits alles abverlang…

#6 DRANBLEIBEN

Dranbleiben,

mit dem Dranbleiben habe ich so meine ganz eigene Beziehung. Und es ist keine Liebesbeziehung. Das verschieben oder neudeutsch "prokrastinieren" zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben.

Und es betrifft auch diesen Blog. Es ist kein Zufall, dass ich #52 Blogartikel vollmundig angekündigt habe. Und jeder der rechnen kann hat sicher gemerkt, dass ich dem Schnitt etwas hinterherlaufe. Vielen Dank an dieser Stelle denen, die mich dezent darauf angesprochen habe. Das war auch die Hoffnung, dass ein gewisser Druck besteht. (Wobei der Druck hilft, aber sich auch nicht gut anfühlt. Ich möchte es ja eigentlich ohne Druck)

Michael Trautmann sagte in seinem Blog "On the way to new Work" (der für mich nach #42 gehörten Folgen weiterhin eine große Inspirationsquelle ist) er hätte es (die Prokrastination) erfunden. Wenn das so ist, war ich wahrscheinlich sein bester Schüler.

Es ist mir immer noch ein Rätsel, warum ich so viele Sachen, die ich mir (vermeintlic…

#5 Meine Inspirationsliste 2019

Heute habe ich (noch nachträglich) meine Inspirationsliste für 2018 gepostet. Parallel dazu ist meine Liste an Input in 2019 auch schon wieder gewachsen. In diesem Post fasse ich das ganze Jahr kontinuierlich zusammen:

#Werbung (?) Keine Ahnung, Geld bekomme ich für die Links zumindest nicht.

Bücher:Kopf schlägt Kapital (Günter Faltin) Amazon Link Hörbücher:The Big Five for Life (German Edition): Was Wirklich Zählt im Leben (John Strelecky) Amazon Link Webseiten:


Filme und Serien:Peacful Warrior - Der Pfad des friedvollen Kriegers Amazon Link

#4 Meine Inspirationliste 2018

Wenn auch schon fast kalter Kaffee, poste ich hier meine Inspirationsliste aus 2018. Neben den Coaches, die mich sehr beeindruckt haben, habe ich viel aus den hier genannten Hör-/Büchern, Webseiten, Filmen und Fernsehserien mitgenommen. Jeder Input hat auf verschiedenen Gebieten jeweils einen Knopf bei mir gedrückt und war ein weiterer Auslöser mich mit mir und meinem zukünftigen Weg zu beschäftigen. (Auf einige der Titel werde ich in diesem Blog noch näher eingehen.)

#Werbung (?) Keine Ahnung, Geld bekomme ich für die Links zumindest nicht.

Bücher:Jaqueline Groher - Führungskrafthttps://www.gabal-verlag.de/buch/fuehrungskraft/9783869365961Jaqueline Groher - Jaques‘ Erfolgsstrategienhttps://www.gabal-verlag.de/buch/jacques_erfolgsstrategien/9783869362373Marie Kondo - Magical Cleaninghttps://www.amazon.de/Magic-Cleaning-richtiges-Aufr%C3%A4umen-ver%C3%A4ndert/dp/3499624818/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1550438407&sr=8-1&keywords=b%C3%BCcher+magic+cleaning
Hörbücher:Gerald Hüther - …

#3 Generation Y

https://www.youtube.com/watch?v=vudaAYx2IcE

(von Simon Sinek)

Als ich dieses Video zum ersten Mal gesehen habe, hat mich eine Sache ziemlich gestört. Es war diese begleitende Überschrift. Ich habe mir nämlich die Version angeschaut, in der in das Video der folgende Satz (in Großbuchstaben) eingeblendet war:

“If you are a millenial, watch this!“ 

Die gesamten 15 Minuten war dieses Video eingerahmt von diesem Satz. Und als ich es später noch mal auf LinkedIn gesehen habe wurde ebenfalls diese Version verlinkt. Und die Kommentare hier aber auch offline waren mehrheitlich in dem Tenor, dass Millenials sich das genau anschauen sollten, um zu verstehen warum diese Generation vermeintlich Probleme im Berufsleben hat. Stichwort: keine Resilienz, schwer zu managen (im Berufsleben), naive Weltverbesserer, zu hohe Forderungen, Spaß an erster Stelle, usw.

Und obwohl Simon Sinek ziemlich am Anfang selber sagt, dass Millenials schwer zu managen sind habe ich sein Interview zu keinem Zeitpunkt als dire…